Schenkungs-/​Erbschafts­steuer­erklärung

Der Erbschafts­steuer unter­liegt nicht nur der soge­nannte »Erwerb von Todes wegen« sondern auch die Schenkung unter Lebenden, wenn zum Zeit­punkt der Erb­schaft (bzw. Schenkung) der Erb­lasser (Schenker) oder der Erb­berechtigte bzw. Be­schenkte (im Folgendem als Erwerber bezeichnete) zum Zeit­punkt des Todes­falls (der Schenkung) im Inland seinen Wohn­sitz oder ge­wöhn­lichen Aufent­halt hatte.
Der Erwerber ist aber nur dann zur Erklärung der Erbschaft­steuer verpflichtet, wenn er vom Finanzamt zur Erklärung auffordert wird.
Allerdings ist jeder der Erbschafts­steuer unter­liegende Erwerb binnen einer Frist von drei Monaten ab Kenntnis von dem Anfall dem zu­ständigen Finanz­amt vom Erwerber schriftlich anzu­zeigen (§ 30 Abs. 1 ErbStG).
Diese Anzeige­pflicht besteht nicht, wenn der Erwerb vor einem deutschen Gericht oder einem deutschen Notar doku­mentiert wurde.
Allerdings gibt es hierzu wiederum Aus­nahmen, die die Anzeige­pflicht wieder auf­leben lassen, insbesondere wenn zum Erwerb Grund­besitz oder Auslands­vermögen (z. B. Konto in der Schweiz) gehört. Die Materie ist höchst komplex.