Gesonderte Fest­stellungs­erklärungen

Gesonderte Fest­stellungs­erklärung
Eine gesonderte Fest­stellungs­erklärung ist abzu­geben, wenn eine Einzel­person Ein­künfte aus Land- und Forst­wirtschaft, aus Gewerbe­betrieb oder aus frei­beruflicher Tätig­keit erzielt und das Betriebs­stätten­finanzamt nicht mit dem Wohn­sitz­finanzamt identisch ist (§ 180 Abs.1, Nr. 1a AO). Das durch das Betriebs­stätten­finanzamt fest­gestellte steuerliche Betriebs­ergebnis wird dann von Amts wegen bei der Einkommen­steuer­veranlagung durch das Wohn­sitz­finanzamt berücksichtigt.

Gesonderte und ein­heit­liche Fest­stellungs­erklärung
Gegenstand einer gesonderten und einheit­lichen Fest­stellung können grund­sätzlich alle Einkunfts­arten sein, sofern Sie durch eine Personen­gesell­schaft erzielt werden. Auch die häufig anzu­treffende Vermietungs-GbR ist eine solche Personen­gesellschaft.
Im Rahmen der einheit­lichen und gesonderten Fest­stellung wird zu­nächst das steuer­liche Ergebnis ein­heitlich für die Gesell­schaft fest­gestellt und dann gesondert für jeden Gesell­schafter. Die fest­gestellten Ergebnisse der Gesell­schafter werden bei deren je­weiligen Steuer­ver­anlagungen von Amts wegen durch die zu­ständigen Finanz­ämter be­rück­sichtigt.
Haben die je­weiligen Gesell­schafter Erträge oder Auf­wendungen gehabt, die im Zusammen­hang mit der Be­teiligung stehen (die soge­nannten Sonder­betriebs­einnahmen oder Sonder­betriebs­ausgaben), müssen diese in die Fest­stellungs­erklärung einfließen. Eine spätere Berück­sichtigung z. B. im Rahmen der eigenen Einkommensteuer­erklärung ist nicht möglich.
Von einer einheit­lichen und gesonderten Fest­stellung wird ausnahms­weise abgesehen, wenn Ehe­gatten zusammen Ein­künfte aus Ver­mietung und Ver­pachtung erzielen und gemeinsam veranlagt werden. In diesem Fall werden die Ein­künfte direkt in der Ein­kommen­steuer­erklärung der Ehegatten deklariert.